Neuerscheinung:

Bau- und Kunstdenkmäler der Amtsgerichtsbezirke KÖNIGSEE, OBERWEISSBACH und LEUTENBERG 1894

124 Seiten, 30 Abbildungen - 21 x 14,8 cm, Herausgegeben von Regierungen von Sachsen-Weimar Eisenach, Sachsen-Meiningen und Hildburghausen, Sachsen-Altenburg, Sachsen-Coburg und Gotha, Schwarzburg-Rudolstadt, Reuss älterer Linie und Reuss jüngerer Linie, FESTEINBAND.
1. Auflage 1881 Druck und Verlag von Otto Hendel in Halle a.d.S. - 3. Reprintauflage 2011 im Verlag Rockstuhl
ISBN 978-3-86777-368-3
VKP: 19,95 €

Die Bau- und Kunstdenkmäler des Amtsgerichtsbezirke KÖNIGSEE, OBERWEISSBACH und LEUTENBERG 1894  wurde von den Regierungen von Sachsen-Weimar Eisenach, Sachsen-Meiningen und Hildburghausen, Sachsen-Altenburg, Sachsen-Coburg und Gotha, Schwarzburg-Rudolstadt, Reuss älterer Linie und Reuss jüngerer Linie  als 20. Band  einer 41 Bände umfassenden Reihe herausgegeben.  Das seltene Buch wurde  jetzt im Verlag Rockstuhl neu verlegt.

Im Vorwort lesen wir: "Der Amtsgerichtsbezirk Königsee wird im Norden von den schwarzburg-rudolstädtischen Amtsgerichtsbezirken Stadtilm und Rudolstadt, im Osten von den sachsen-meiningischen Amtsgerichtsbezirken Saalfeld und Gräfenthal, im Süden vom schwarzburg-rudolstädtischen Amtsgerichtsbezirk Oberweissbach, im Westen vom Fürstenthum Schwarzburg-Sondershausen begrenzt. Er ist als Amtsgerichtsbezirk jüngeren Datums, indem das geschichtlich viel bedeutendere Gebiet von Schwarzburg in ihn aufgegangen ist. Dieses, zum Orlagau oder Langewies-Gau gehörig (s. Amtsger. Rudolstadt, Eileit.), später Besitz der Grafen von Kevernburg, bildete das Stammland der selbständigen Linie Schwarzburg, welche 1160 durch Abzweigung von der alten kevernburgischen Grafschaft zuerst nachweislich entstanden war. Es umfasste die heutigen Amtsgerichtsbezirke Königsee und Oberweissbach und am südlichen Theil des Amtsgerichtsbezirks Rudolstadt (Herrschaft Blankenburg) und war im 12. und 13. Jahrhundert einer der beiden Haupttheile der Grafschaft. (Der andere war Blankenburg seit dessen Loszuweisung vom Stammland Schwarzburg wurde nach Günther`s XXII. Tode die Herrschaft getheilt, und kam die eine Hälfte an des Verstorbenen jüngeren Bruder und dann (1397) an den jüngsten Bruder Heinrich XVII. (XV.) von der Linie Leutenberg bezw. dessen Nachkommen, die andere Hälfte Günther`s XXII. Vetter Johann II. von der Linie Wachsenburg und dessen Nachkommen. Die Leutenberger verkauften ihren Antheil 1434 an Heinrich den Streitbaren von der Linie Arnstadt-Sondershausen, erwarben aber 1550 bei dem Aussterben der Wachsenburger deren Antheil. Diese Erbverhältnisse waren es übrigens gewesen, welche noch bei Lebzeiten des letzten Grafen Günther XXXII. von Wachsenburg die Familienglieder gegen einander aufregten und, da Günther mit Umgehung seiner Verwandten Schwarzburg (nebst Königsee etc.) dem Kurfürsten Friedrich verkauft hatte, zu dem schwarzburgischen Hauskriege 1447 geführt hatten. Heinrich des Streitbaren Sohn Heinrich XXVI. erwarb 1482 noch pfandweise die andere Hälfte Schwarzburgs von Balthasar von Leutenberg; doch ward diese von dessen Sohn 1536 wieder eingelöst und fiel erst bei dem Aussterben der Leutenberger 1564 an Arnstadt-Sondershausen und zwar an die Söhne Günther`s XL., bezw., mit seiner anderen Hälfte vereinigt, bei der Theilung 1571 an Albert von Rudolstadt.

Das unmittelbare Gebiet von Königsee war ursprünglich ein Theil der Herrschaft Arnstadt gewesen (s. Gesch. d. Amtger. Stadtilm), gehörte jedenfalls im 14. Jahrhundert der Linie Arnstadt-Sondershausen (1361; Burkhardt, Urk. v. Arnstadt, Nr. 162) und kam vermuthlich bei den Regelungen unter Günther XLI. unter das Amt Schwarzburg. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde der Amtssitz nach Königsee verlegt (doch blieb noch der Name: Amt Schwarzburg, so bei Treiber 1756) und Oberweissbach davon losgetrennt, sowie einige Orte, welche zum damaligen Amt Blankenburg geschlagen wurden (also später mit diesem in das Amt Rudolstadt aufgingen); das Rentamt in Schwarzburg wurde erst 1851 aufgehoben. ... "

Zum Amtsgerichtsbezirk OBERWEISSBACH gehören Deesbach Goldisthal Katzhütte Meura Meuselbach Neuhaus Oberweissbach Scheibe Unterweissbach;  zum Amtsgerichtsbezirk KÖNIGSEE  gehören Allendorf Aschau Barigau Böhlen Dörnfeld Döschnitz Egelsdorf Herschdorf Horba Königsee Mellenbach Milbitz Oberhain Oberrottenbach Schwarzburg Sitzendorf Unterköditz Unterschöbling Wildespring; Amtsgerichtsbezirk LEUTENBERG  gehören Breternitz Bucha Burglemnitz Döhlen Dorfilm Eichicht Eyba Fischersdorf Heberndorf Herschdorf Hockeroda Kleingeschwenda Knobelsdorf Könitz Laasen Landsendorf Leutenberg Löhma Munschwitz Presswitz Reschwitz Rosenthal Sanct Jacob Schweinbach Steinsdorf Unterloquwitz Weissbach Weitsisberga.

Die Ortschaften werden auch mit Ihren Bau- und Kunstdenkmälern beschrieben.

Autor ist der bekannte deutscher Kunsthistoriker Prof. Dr. Paul Lehfeldt. Er wurde am 9. Februar 1848 in Berlin geboren. Er war der Sohn des Berliner Verlegers Joseph Lehfeldt (1804 bis 1858). 1884 wurde Paul Lehfeldt zum Konservator der Kunstdenkmäler Thüringens berufen. Paul Lehfeldt starb am 2. Juli 1900 in Bad Kissingen

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